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Was ist ein T5-Cache?

September 5, 2008
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Das war eine der Suchanfragen, die bisher dieses Blog erreicht hat. Interessante Frage. Was ist das eigentlich? Holen wir mal ein bisschen aus.

Es gibt ein Bewertungssystem für den Schwierigkeitsgrad eines Geocaches. Es ist in zwei Kategorien eingeteilt: Schwierigkeit der zu lösenden Aufgaben (Difficulty) und Schwierigkeit des Geländes auf dem Weg zum Cache (Terrain). Das „T“ in „T5“ steht demnach für „Terrain“.

T5-Cachebeschreibung

Die Zahl gibt dabei den Grad der Schwierigkeit an, wobei „1“ für sehr leicht steht und „5“ für extrem schwierig. Diese Angaben stehen immer im Kopf der Cachebeschreibung erkennbar an den Sternen (bei GC) oder Balken (bei OC).

Per Definition ist dann ein T5-Cache ein Cache, der aufgrund der Geländegegebenheiten extrem schwierig zu erreichen ist. Es hat sich dabei etabliert, dass die 5 bedeutet, der Cache ist nicht ohne besondere Hilfsmittel und/oder Fähigkeiten zu erreichen, wobei wohl hauptsächlich körperliche Fähigkeiten in Frage kommen.

Wie sieht also so ein T5-Cache aus? Bei bestimmten Caches ist das einfach. Mal ein paar Beispiele:

  • Cache, den man nur mit Kletterausrüstung erreichen kann.  Hier ist das Kriterium, dass man besondere Hilfsmittel braucht (Kletterausrüstung) und besondere Fähigkeiten (nämlich auch mit der Ausrüstung umgehen zu können).
  • Cache auf einem 3500m hohen Berg in den Alpen. Zwar wird man diesen Cache zumindest theoretisch im Sommer in der Regel mit Ausrüstung erreichen können, die vermutlich jeder Geocacher sein eigenen nennt oder besorgen kann, trotzdem werden aus nachvollziehbaren Gründen wohl nur Wenige in der Lage sein, diesen Cache zu machen.
  • Cache auf einer Insel in Küstennähe. Hier wird man wohl ein Boot brauchen, oder man ist ein verdammt guter Schwimmer. Lebensmüde geht natürlich auch, das ist dann aber eine außergewöhnliche geistige „Fähigkeit“ und ob man da am Ende überhaupt von „erfolgreich“ reden kann …?

Wie man sieht, sind es also eher die extremeren Caches, die einem persönlich viel abverlangen. Oft beinhalten sie auch ein nicht gerade kleines Risiko für Leib und Leben. Man sollte sie also vielleicht nicht unbedingt alleine machen und seine Fähigkeiten gut einschätzen können.

Aber: Ist ein Cache bei dem man eine Leiter braucht ein T5? Die meisten Leute sagen: Ja, denn der Cache setzt einen außergewöhnlichen Ausrüstungsgegenstand voraus! Es gibt aber auch Stimmen, die sagen, dass vermutlich jeder Cacher Zugang zu einer Leiter hat und die Anwendung derselben auch für jedermann machbar ist. Man muss sie halt eben nur mitbringen und das ist vermutlich schon die größte Herausforderung. Andere Cacher schaffen es durch einen Trick vielleicht ganz ohne.

Man sieht also, dass bei den nur ein bisschen extremen Caches der Übergang u. U. fließend ist und jeder das ein bisschen anders sieht. Auf jeden Fall sollte man bei einer Terrainwertung ab vier Sternen die Cachebeschreibung und Logs sehr genau lesen, um zu sehen, auf was man sich da einlässt.

Aber: Viel Feind, viel Ehr! T5-Caches stellen für die meisten die Königsdisziplin im Cachen dar und der Faktor „Abenteuer“ ist bei diesen Caches am größten. Der Stolz, etwas außergewöhnliches geschafft zu haben, ist eine große Belohnung. Deswegen gibt es sehr viele Cacher, die so einen Cache gerne mal machen würden (mich eingeschlossen). Indiana Jones lässt grüßen…

7 Kommentare leave one →
  1. Oktober 31, 2008 10:06 pm

    „Echte“ T5er erkennt man wohl daran, dass in der Cache-Beschreibung die Warnhinweise sehr viel mehr Platz einnehmen, als die eigentliche Cachebeschreibung🙂

    Auch ein schönes Beispiel für einen T5er ist „Deep down…“:

    http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=157dca5c-df9f-492e-af47-38d3459b12c0

  2. Conline permalink
    Juni 22, 2010 11:59 pm

    Ein schöner T4,5 war auf dem Grund eines Sees, ca 2m tief (sandschlammig und mit Wasserpflanzen)

  3. Claudia Grosser permalink
    Dezember 30, 2015 8:20 pm

    Lach……Ich habe einen gefunden ohne jemals selbst Geocaching gemacht zu haben…. ;-)Hab ihn aber na klar gelassen,wo er war,wäre auch gar nicht dran gekommen🙂

Trackbacks

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