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Logtypen erklärt – Needs Maintenance

November 15, 2010

“Needs Maintenance” bedeutet übersetzt “Benötigt Wartung”. Groundspeak schreibt mal wieder etwas wortkarg:

Blue cross = needs maintenance

Etwas gesprächiger sind unsere Drüberschauer, aber dennoch lassen sich ein paar ausführlicherere Worte finden.

Needs maintenance Dieses Log ist der dezente Hinweis an den Owner, dass er sich mal um seinen Cache kümmern soll. Wenn also irgendwas am Cache nicht in Ordnung ist – Logbuch voll oder nass, Büchse beschädigt oder weg, Stage nicht mehr lösbar, Cache auf Privatgrund ohne passenden Hinweis in der Beschreibung, mitten im Naturschutzgebiet, … – sollte man diesen Logtyp auf jeden Fall benutzen. Es ist nichts schlimmes dabei, diesen Logtyp zu benutzen und hat auch nichts mit Anschwärzen zu tun. Das setzen dieses Logtyps hat lediglich zwei positive “Folgen”:

  1. Der Owner bekommt eine separate Mail. Diese lässt sich gut von den vielen Found-Mails unterscheiden. Viele Owner lesen die Found-Mails nicht regelmäßig oder sogar generell nicht. Oft ist sogar ein Mail-Filter aktiv, der die Found-Mails z.B. in einen eigenen Ordner verschiebt oder sogar in den Papierkorb wirft. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Wartungshinweis in einem normalen Found-Log übersehen oder erst verspätet bemerkt wird ist relativ hoch. Umgekehrt ist die Wahrscheinlichkeit eine separate NM-Mail wahrzunehmen ungleich höher. Die (hoffentlich) schnellere Reaktion seitens des Owners kommt dann allen zu gute.
  2. Am Cache wird auch automatisch das Attribut “Needs Maintenance” gesetzt. Das sticht einem in der Cachebeschreibung rechts oben bei den Symbolen dann schon ins Auge (naja, ein bisschen jedenfalls) und außerdem lassen sich diese Caches in Pocket Queries anhand des Attributes herausfiltern. Somit stehen weniger nachfolgende Cacher vor dem selben Problem.

Deswegen solltet ihr, auch wenn ihr den Cache trotzdem gefunden habt, zusätzlich ein “Needs Maintenance” loggen. Das Attribute bekommt der Owner dann ganz einfach mit einem Log vom Typ “Owner Maintenance” wieder weg – oder er editiert die Attribute.

Nimm’s nicht persönlich, aber werde auch nicht persönlich!

Auch wenn bei dem Cache was im Argen liegt, lohnt es sich, dieses Log mit einer gewissen Höflichkeit zu verfassen. Schließlich will man ja was vom Owner – nämlich dass er sich kümmert. Blödes Anpöbeln im Stile von “Eh, Du Arschkrampe! Kümmere Dich mal um Deinen Cache!” ist absolut nicht angebracht. Das bewirkt eher das Gegenteil.

Hat man den richtigen Ton getroffen, gibt es leider trotzdem Owner, die sich über ein NM-Log bei ihren Caches aufregen. Die fühlen sich wohl persönlich angegriffen. Da kommen dann gerne mal Kommentare ähnlich dieser fiktiven Beispiele:

Der Cache liegt zwar im Naturschutzgebiet ist aber doch nur 30m vom Weg entfernt. Das ist doch jetzt echt Erbsenzählerei.

oder

Nach dem letzten NM-Log extra zum Cache gefahren, um nach dem Rechten zu sehen. Aber das Logbuch war noch gar nicht voll. Bei mindestens drei Seiten war auf der Rückseite noch Platz. Jetzt bin ich völlig umsonst durch die Gegend gefahren.

Ja, sagt mal geht’s noch? Da macht sich jemand die Mühe und sagt Bescheid und dann wird rumgepault, dass man drei Logeinträge zu früh gerufen worden ist! In diesem Fall gilt es, einfach mal ruhig zu bleiben und den Owner mit der zu kurzen Lunte zu ignorieren. Die schweigende Mehrheit der Cacher wird Euch für die zusätzliche Information dankbar sein und sich entsprechend drauf einstellen. Denn merke: Nicht wer am lautesten schreit hat Recht und lieber einmal zu viel “Needs Maintenance” als zu wenig!

Wird man als Owner doch mal unnötigerweise mit “Needs maintenance” angerufen, sollte man ebenfalls das Ganze locker nehmen und den Ball flach halten. Es schadet ja wohl nicht, einmal mehr nach seinem Cache zu schauen. Eine heftige Gegenreaktion bewirkt nur, dass einem nächstes Mal keiner mehr Bescheid sagt.

Bei Opencaching gibt es diesen Logtyp nicht. Man kann hier entweder eine “Bemerkung” schreiben oder den Owner direkt über Opencaching eine Nachricht schicken. Dennoch gelten hier grundsätzlich die gleichen Regeln.

Was man dann bei komplett belehrungsresistenten Ownern macht, das verrate ich Euch im nächsten Artikel.

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3 Kommentare leave one →
  1. November 15, 2010 10:01 vormittags

    Wenn es mal nur drei Logs zu früh wäre … “früher” als die Wiese noch grün und die Google-Umkreiskarte es noch nicht war, da hatte man sogar noch selber mal ein Logbuch dabei statt gleich den Owner hinzutrommeln … das spart allen nur Zeit, Sprit und Nerven.

    Aber ich will ja gar nicht erwarten, daß jeder gleich Logbücher wartet: Doch wenn es der heutige Cachestyle nun aber ist den Owner direkt rauszuklingeln weil man es nicht geschafft hat eine der meist zahlreichen noch komplett leeren Seiten zu beschreiben oder sich zu stolz war noch irgendwo auf den anderen noch 90% freien dazuzuschreiben (gerade wieder am Wochenende bei einem anderen Cache gesehen) … dann gehöre ich wohl wirklich zum alten, beratungsresistenten Eisen. Ich bin aber anscheinend gar nicht so alleine wie es scheint: http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=9341c4b7-d77a-48e6-b229-225f12248ec2 ;-)

    Ansonsten nehme ich persönlich es durchaus mit Humor – oder was ich dafür halte: http://geocouch.blogspot.com/2010/10/schrage-vogel-14-die-wartungsgrohle.html

  2. Trracer Permalink
    November 15, 2010 11:09 vormittags

    Zu Maacher kann ich nur sagen, der Sucher ist nicht für die Wartung deines Caches zuständig, es ist schön wenn er ein Logbuch dabei hat und dies tauscht, aber es ist immer noch deine Aufgabe.
    Ausserdem denke ich es mal ganz wichtig, dass ein Owner auch mal so nach dem Cache schaut, komischerweise machen dies viele “alte Hasen” genauso. Nur gang ganz wenige fühlen sich halt beleidigt und genötigt, nach dem Motto “Warum muss ich schon wieder zu meinem Cache fahren? Die 50km hätte ich mir doch sparen können.”
    Aber Einsicht ist ja schon mal der Weg zur Besserung, wobei ich kenn da ja auch noch ein Vogeltyp: Den kurzatmigen Kuckucksplumpser. Dieser legt gern verstreut in der Gegend seine Nester aus. Dabei schreckt er auch vor weiten Entfernungen nicht zurück, schliesslich gilt es hier sein Revier abzustecken. Getreu dem Motto, aus den Augen, aus dem Sinn lässt der kurzatmige Kuckucksplumpser sein Nest gern mal von anderen Vögeln warten. Dabei ist er stehts darauf bedacht sein Ansehen in der Gemeinschaft zu wahren. So gibt er durch seinen gefürchteten Schrei, auch über weite Entfernungen, Anweisungen wie das Nest wieder in den Urzustand versetzt werden kann. Hinweise auf Probleme beim Nest, ignoriert er geflissentlich und schiebt den schlechten Wartungszustand, mit seinem lautem Geplapper, gern mal den besuchenden Vögel in die Schuhe. Überhaupt ist der kurzatmige Kuckucksplumpser bekannt dafür eher dass große Ganze zu sehen. An den vielen Nestern ist er nur selten zu entdecken, überwacht diese von seinem Kuckuckshaus jedoch mit Adleraugen. Damit man den kurzatmigen Kuckucksplumpser überhaupt noch in der freien Natur antrifft sollten junge Vögel, immer jedes Problem am Nest melden. Es ist dann zwar wieder sein gefürchtetes Geplapper zu hören, aber es ergeben sich so Möglichkeiten für den Naturforscher, eines dieser seltenen Exemplare an seinem Nest zu entdecken.

    Lange Rede kurzer Sinn, ist mir eine Wartung zu Aufwendig, kann ich den Cache immer noch archivieren.

    • November 15, 2010 11:44 vormittags

      @trracer: Ich gebe Dir da vollkommen recht, sehe das gar nicht als Widerspruch, im Gegenteil: Klar ist der Owner in erster Linie verantwortlich. Ebenso klar, daß man seine Caches mal kontrolliert. Ebenso klar, daß man sich um eine Wartungslösung bemüht im Vorfeld, wenn der Cache nicht gerade vor der eigenen Haustür liegt (>Richtlinien).

      Leider haben zumindest bei meinen Caches in 2010 die “unnötigen” Wartungslogs (damit meine ich nicht nur NMs) stark zugenommen. Etwa 80-90% meiner Wartungseinsätze waren unnötig verursacht aufgrund solcher Logs … deshalb muß man aber natürlich als Owner nicht gleich beleidigt sein.

      Der Plumpskuckuck aber gefällt mir wirklich sehr gut (legt seine Eier in andere Nester … ist ein Zugvogel … *lach*) :-) Gerade konnte ich so ein Exemplar orten: http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=f8c57d24-a94a-40b7-a27e-e8d229a4e86d – es waren natürlich die Sucher schuld … :-)

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