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Logtypen erklärt – Found it

November 5, 2010

Aus aktuellem Anlass habe ich versucht eine Liste der Logtypen und ihrer Bedeutung zu finden. Zu meinem Erstaunen habe ich so etwas weder bei geocaching.com, opencaching.de noch geocaching.de gefunden. Solche Pappnasen! Oder bin ich nur zu blöd? Lediglich das Cachewiki hat da was beizutragen. Es gibt eine sehr kurze “offizielle” Seite von unseren deutschen Drüberschauern (Revieweren) und eine sehr, sehr kurze Seite von Groundspeak selbst (die aber nirgends verlinkt ist). Auch das Cachewiki hat was zu bieten. Allerdings ist der Schreibstil eher enzyklopädisch und deswegen schon von Grund auf schwere, langweilige Kost. So wage ich mich mal an einen eigenen Versuch in einer kleinen Serie.

Found it / Gefunden

“Found it” ist Englisch und heißt “Gefunden”. Wobei mit gefunden wirklich gefunden gemeint ist. Also so richtig mit Dose inner Hand halten und ins Logbuch eingetragen und so. Nicht: “Ich war so ungefähr da, wo ich mal annehme, dass möglicherweise die Dose hätte sein sollen können”. Oder: “Ich habe sie von weitem gesehen, zählt das auch?”  Manch ein Owner reagiert auf sowas mit Loglöschung und zwar womit? Genau: Mit Recht! Denn Leute, das ist doch kein Problem: Wenn es nicht geht, dann lass ich es eben oder komm mal an einem anderen Tag wieder. Dabei sein ist alles? Gibt es hier nicht! Höchstens beim Rudelcachen.

Wenn man den Cache dann doch gefunden, die Dose aus den versifften Plastiktüten befreit hat  und sich ins Logbuch eintragen konnte, dann kann man dies online kundtun. Die Betonung liegt auf Kann, nicht auf Müssen. Klingt komisch? Ist aber so. Der Sinn im Online-Log besteht nicht darin, dass ich jetzt ein ganz schön doller Supercacher mit mehr Punkten und dem längsten Ding von allen bin, sondern darin, dass der Owner nicht ständig zum Cache rennen muss, um zu sehen, dass alles im grünen Bereich ist. Es ist auch üblich dem Owner auf diesem Wege Feedback zu geben. Feedback? Über was denn? Hier ein paar Beispiele:

  • Wie hat der Cache Dir gefallen? Das heißt man darf tatsächlich erzählen, was man wirklich über den Cache gedacht hat. “Gut”, “toll” und “sagenhaft” sind gerne verwendete Adjektive. Aber auch “scheiße”, “sinnlos”, “lieblos”. Manche Owner können das schlecht ab. Die sollen sich einfach ein anderes Hobby suchen, wo man weniger in der Öffentlichkeit steht. Z.B. Im-Dunkeln-Zimmer-Mit-Papiertüte-Überm-Kopf-Häkeln. Wer Müll in die Landschaft schmeißt und das auch noch für alle Welt lesbar im Internet veröffentlicht, der muss sich halt schon auch mal was sagen lassen.
  • Haste was Besonderes bei der Suche erlebt? Da kann man alles möglich erzählen. Wetter, Muggels, Polizisten, Castor-Transporter mit dranhängenden Demonstranten… Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Am besten kommen bei den Mitcachern Geschichten an, bei denen man sich auf der Suche völlig dämlich angestellt hat (Ich persönlich würde das ja nie schreiben, aber ich lese es halt gerne …)
  • Ist der Cache noch in einem guten Zustand? Achtung, kleines Detail: Immer schön positiv bleiben. Niemals bei diesem Logtyp sagen, dass was repariert werden muss, denn – ÜBERRASCHUNG! – dafür gibt es einen eigenen Logtyp! Doch dazu wann anders mehr.

Mit Worten muss man beim sogenannten Loggen im Allgemeinen nicht sparsam sein. In das Formularfeld passen weit mehr als vier Buchstaben rein. TFTC steht auch nicht für “Thanks for the Cache” sondern für “Total falsch tickender Cacher”.

Bei Opencaching wird dieser Logtyp im Übrigen auch für Webcam-Caches verwendet. Obwohl das echt ein bisschen gaga ist. Da hat man mit der Hilfe von Koordinaten eine gut sichtbar irgendwohin getackerte Webcam “gefunden”. Naja, wenn’s schee macht und einen Punkt bringt *Duck und weg*

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3 Kommentare leave one →
  1. lost_in_ol Permalink
    November 5, 2010 9:43 nachmittags

    Ja, ich denke auch das manche Leute nicht den Sinn der ganzen Sache verstanden haben.

    Ich würde nie ein Found it loggen wenn ich die Dose nicht in der Hand halte.
    Dann könnte man ja gleich zu Hause bleiben und sagen ich war schon mal vor Jahren mit meinen Eltern dort in der Nähe in Urlaub oder ich hab den Cache bei GoggleEarth gesehen.

    Ich gebe meistens zumindestens eine kleine Beschreibung des Anlasses meiner Tour an.
    Aber gerne auch wenn ich die kleine Dose endlich nach dem x-mal suchen gefunden habe.
    Das kann dann auch schon mal etwas ausführlicher werden.
    Doch ich muß gestehen, ich selbst lasse mich selbst auch schon mal zur DFDC hinreissen.

    Vielleicht liegt es auch daran das die Punktejäger 200 Caches am Wochenende gemacht haben und dann bei Massenlogs nicht mehr die Zeit finden jedem einzelen Cache eine persönliche Note zu geben. Ich könnte mich dann ja auch nicht mehr dran erinner ob beim 100. 0der 123.sten Cache des Wochenendes ein besonderes Ereignisse oder Sehenswertes gab.

    lost_in_ol

  2. November 6, 2010 12:55 vormittags

    Na, dann hast Du aber nicht richtig nachgeguckt:

    Sowohl bei geocaching.com als auch auf der offiziellen deutschen Reviewer-Seite findest Du eine solche Liste!

    • lovertux Permalink*
      November 6, 2010 8:26 nachmittags

      Das sind ja die Hammer-Listen! :-) Na, dann weiß ich ja jetzt ganz genau Bescheid. Nee, mal im Ernst: Für einen Neuling gibt die Liste von Groundspeak ja nicht gerade viel her. Was z.B. Bei einem SBA passiert, steht da nicht drin. Die deutsche Reviewer-Seite gibt da schon mehr her, ist aber für so was auch nicht gerade die erste Anlaufstelle. Wenn ich nach den Regeln suche, dann suche ich auf den Plattformen. Und “offiziell” würde ich diese Seite auch nicht nennen.

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