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Neujahrsvorsatz-Erfüllung: Raus mit Bill!

März 20, 2009

Ich habe es geschafft und einen meiner Neujahrsvorsätze erfüllt. Natürlich weiß keiner, was meine Neujahrsvorsätze so waren, denn ich hatte sie hier gar nicht gepostet. Nicht etwa, weil ich das doof finde, sondern, weil die meisten nichts mit Geocaching zu tun haben und ich sowieso nicht so der Neujahrsvorsatz-Erfüller bin. Und weil ich das so genau weiß, nehme ich mir auch nichts vor, bei dem ich das ganze Jahr konsequent durchhalten muss – ich Weichei! Umso stolzer bin ich, dass ich einen Vorsatz erfüllt habe, der sich auch auf das Geocachen auswirken wird. Das war zwar jetzt überhaupt kein deutscher Satz, trifft aber genau das, was ich sagen will.

Mein Vorsatz war folgender: Da in Zukunft Microsoft den Support für Windows XP aufkündigen wird und ich aber keine Lust habe für ein Haufen Moneten eine aktuelle Version von einem Betriebssystem zu kaufen, mit dem ich sowieso nicht zufrieden bin, habe ich beschlossen: Dieses Windows muss weg! Allerdings habe ich auch nicht vor, einen neuen Rechner zu kaufen, sonst wäre ein Apple noch eine Alternative gewesen. Was bleibt ist die Rückkehr zu einem alten lieb gewonnenen Freund: Linux.

Das also war mein Vorsatz: Umsteigen auf Linux. Skeptisch war ich schon. Wird das alles gehen, was ich will? Vor allem wie wird Geocaching damit funktionieren? Zunächst war mal einiges an Recherche angesagt: Wie schließe ich mein Garmin an? Womit höre ich meine Podcasts? Welche Linux-Distribution soll es werden? Wie verwalte ich die Daten auf meinem Handy? Wie mach ich meine Steuererklärung?  Viele der Probleme waren allerdings vorher schon mal prinzipiell geklärt. Bereits unter Windows habe ich Programme wie Firefox, Thunderbird, OpenOffice und andere eingesetzt, die es auch für Linux gibt. Glück gehabt!

Ubuntu LogoAls Linux-Distribution habe ich mich für Ubuntu entschieden. Ich mag rpm-basierte Distributionen nicht, weswegen SuSE und Redhat schon mal ausfielen. Ubuntu ist Debian-basiert und da fühlt man sich als alter Debianer gleich wie zu Hause. Seit Jahren läuft bei mir daheim mein kleiner Server unter Debian und warum soll man bewährte Dinge ändern? Ubuntu kommt dafür dann mit aktuellerer Software daher und eignet sich insgesamt besser für Desktopsysteme als das originale Debian. Die Installer-CD  ist gleichzeitig eine Live-CD. Das ist sehr praktisch, denn da konnte ich erstmal ausprobieren, ob die  Hardware in meinem Notebook auch komplett unterstützt wird. Das war prompt der Fall, alles funktionierte out-of-the-box: Sound, WLan, Mousepad, USB-Festplatten, etc.

Aber ich bin ja etwas feige und wollte auf Nummer sicher gehen. Dementsprechend habe ich mich nach einer Virtualisierungssoftware umgesehen. Falls also irgendwas unter Linux partout nicht funktionieren will, will ich im Notfall auf ein Windows in einer virtuellen Maschine zurückgreifen können. Mit VirtualBox habe ich schnell eine schicke Lösung gefunden. So gab es endlich kein Halten mehr und das Ganze wurde umgestellt.

Die Installation sogar inklusive Festplattenverschlüsselung war ein Kinderspiel – Einfacher als unter Windows. Ich war begeistert und bin es immer noch. Bis jetzt tut alles wie gewünscht und auch noch performant. Noch ist aber nicht alles eingerichtet. Das Thema Geocaching-Software musste ich bis jetzt mangels Zeit noch stiefmütterlich behandeln. Dem werde ich mich aber jetzt nach und nach widmen.  Ich bin gespannt. Gibt es eigentlich in der Community noch jemanden, der nur mit Linux unterwegs ist? Meldet Euch doch mal in den Kommentaren zwecks Erfahrungsaustausch. Ansonsten demnächst mehr in diesem Theater.

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9 Kommentare leave one →
  1. März 20, 2009 6:23 nachmittags

    Sehr schön! Ich spiele auch schon seit längerem mit dem Gedanken auf Ubuntu umzusteigen, da ist es immer wieder schön zu hören, dass andere mit dem System zufrieden sind.

  2. März 20, 2009 6:51 nachmittags

    Ja das kann ich nachvollziehen. Irgendwann ist man dem Windows-Müll effektiv überdrüssig und mein Geschäftsvista ist eher eine Zumutung als ein Gewinn. Versteht mich nicht falsch ich habe auf Windows gelernt und habe rund 15 Jahre als System-Engineer auf dem Zeug gearbeitet, aber die tolle Performance meines neuen Laptops wurde mit einem Schlag von Vista zu Nichte gemacht. Weit weg von Themen wie Performance oder Benutzerfreundlichkeit. Seit Sommer letzten Jahres habe ich einen Mac Mini und bin restlos begeistert. Von der Leistung der Komponenten eher ein Low-End-PC läuft dieses Teil unter Leopard sensationell gut. Alle (wirklich) benötigten Softwarepakete habe ich auch auf dem Mac, auch fürs Geocaching. Was aber viel genialer ist, ist die Tatsache dass ich bis jetzt keinen einzigen Treiber installiert habe und mein Photodrucker, mein Grafiktablett von Wacom und GPS einfach nach dem Anstöpseln funktionieren…ohne Meldungen…ohne Updates…ohne nervige Fragen…einfach nur so.

    Einen Versuch mit Ubuntu habe ich schon hinter mir….naja. Ganz ehrlich, man darf sich nicht über das sch..ß Windows aufregen und dann bei Linux all den Mist im Quadrat akzeptieren. Seien wir fair. Benutzerfreundlichkeit? vergiß es. Geräteunterstützung? vergiß es…vorallem wenn´s neuere sind. WLAN-PCMCIA-Karten? Ich lach mich schlapp…..
    Nein, das geht so gar nicht, wenn parallel noch die Frau an der Kiste arbeiten soll.
    Im Augenblick habe ich in meinem Umfeld alle aktuellen Betriebssysteme im Zugriff. Als Nicht-Gamer und Foto-Amateur stellt für mich Mac OS/X das Optimum dar, gefolgt von XP, dann Vista und für den IT-Interessierten-Bastler-Typ von mir aus eine Linux-Distri, wobei das eher ein rebellisches Verhalten ist als logische Konsequenz.

    • lovertux permalink
      März 22, 2009 10:59 vormittags

      Benutzerfreundlichkeit hängt definitiv vom Betrachter ab. Manche finden es benutzerfreundlich, sich durch einen Satz von Dialogen zu klicken, um in irgendeinem Tab ein Häkchen zu setzen. Ich dagegen finde eher das benutzerfreundlich:

      Frage: Wie sorge ich dafür, dass mein GPS auch von Usern beschrieben werden kann, die nicht root sind?
      Antwort: Erstelle die Datei /etc/udev/rules.d/51-garmin.rules mit folgendem Inhalt: SYSFS{idVendor}=="091e", SYSFS{idProduct}=="0003", MODE="666"

      Wenn mich das zum Bastler macht, von mir aus. Dann ist eben Linux das genau richtige OS für mich. Und das ist der Punkt. Ich bezeichne weder Mac noch Windows als sch…, im Gegenteil. Für ihren Einsatzzweck und die jeweilige Benutzergruppe ist es genau das Richtige. Jeder soll das einsetzen, was für ihn am besten passt. Es lebe die Vielfalt.

  3. März 20, 2009 7:58 nachmittags

    Ich hab nur Linux – und das schon seit einer ganzen Zeit. Neben dem Geoclub, den Du sicher kennst, hab ich auch noch den Linux-Club. Geht aber dort eher um openSUSE und nicht so sehr um Ubuntu. Auch die Linupedia gehört dazu.

    • lovertux permalink
      März 22, 2009 11:04 vormittags

      Bestimmte Lösungen sind unter den ganzen Linux-Distris die gleichen. Ich würde mich freuen, wenn wir da einen regen Austausch bezüglich Geocachen hinbekommen.

  4. März 20, 2009 9:32 nachmittags

    Ich hab meinen Rechner auch schon länger überwiegend unter Linux laufen (außer Spielen und Vantage Point für den Triton). Für die Cacheverwaltung kann man Cachewolf nehmen, der ist dank Java ja so ziemlich überall lauffähig.

    • lovertux permalink
      März 22, 2009 11:01 vormittags

      Cachewolf hatte ich auch schon unter Windows im Einsatz. Und natürlich ist dieses Programm fester Bestandteil meiner “Linux-Strategie” :-)

  5. März 21, 2009 1:24 nachmittags

    Ich bin außer unserem Hotelprogramm fast ausschließlich unter Linux (momentan Ubuntu bzw. auf Servern Debian) unterwegs. Die Windows-Software läuft virtualisiert auf VMware-Server.

    Mit zwei Amerikanern und einer Kanadierin hatte ich bis vor Kurzem LinuxBasics.org am Laufen. Die Seiten sind noch informativ und im Netz, das Projekt aber aufgrund zu einfacher Linux-Installationen eingestellt :)

    Linuxthemen verblogge ich in der Regel auf meinem “Hauptblog”, nicht bei Rubys Rudel.

    @mo-cacher: Wo findet sich der Linux-Club? Ich bin zwar kein “Forenmensch”, aber reinschauen kann ja nicht schaden :)

    • lovertux permalink
      März 22, 2009 11:03 vormittags

      Dann weiß ich ja jetzt, wen ich bei Problemen mal anpingen kann. ;-)
      Vielen Dank für die Info.

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