Zum Inhalt springen

Das wichtigste Ausrüstungsstück fürs Geocachen

April 2, 2012

Was ist das wichtigste Ausrüstungsstück für den Geocacher neben seinem GPS? Genau! Der Stift. Wie oft ging es mir in der Vergangenheit, dass ich am Cache stand und der Stift lag im Auto. Oder wollte plötzlich nicht mehr schreiben, obwohl er das am Tag zuvor noch klaglos getan hatte.

So habe ich vor etwa zwei Jahren nach einer Lösung gesucht: Einer “Stift-Immer-Dabei-Lösung”. Gefunden habe ich den “AXL beta, k“. Ein kleiner Stift der problemlos am Schlüsselbund zu befestigen ist dank integriertem Schlüsselring. Der Clou an diesem Teil: Die Mine des Stiftes ist keine konventionelle Bleistift oder Kulimine, sondern eine Silbermine. Die muss man nicht spitzen und sie nutzt sich auch nicht ab.

AXL beta, k

AXL beta, k

Seit dieser Zeit begleitet mich der Stift durch dick und dünn. Neulich hatte ich ihn für eine Weile verlegt und erst da wurde mir schmerzlich bewusst, wie unentbehrlich das Teil für mich geworden ist. Dadurch dass der Stift am Schlüsselbund hängt ist er einfach jederzeit für einen Gelegenheitscache zur Hand. Durch seine Größe bzw. Winzigkeit liegt er beim Schreiben natürlich etwas unbequem in der Hand. Romane kann man damit nicht in ein Logbuch schreiben, aber für Datum, Uhrzeit, Nickname und ein zwei, drei warme Worte für den Owner reicht’s allemal. Der Strich ist in etwa so wie von einem ziemlich harten Bleistift, also relativ hell. Mit etwas Druck wird es aber schon recht kräftig.

Größenvergleich zwischen Stift mit Silbermine, Autoschlüssel und Kuli

Größenvergleich zwischen Stift mit Silbermine, Autoschlüssel und Kuli

Gekauft habe ich den Stift damals bei Globetrotter. Mit derzeit 19,45 € ist er leider kein Schnäppchen, für mich hat er sich aber bereits gelohnt. Komischerweise hat er schlechte Bewertungen bekommen. Kann ich bisher nicht nachvollziehen. Ach ja: Ich kriege keine Provision. Find das Teil einfach nur praktisch.

Mein erster Geohash

Februar 23, 2012

Ja, richtig gelesen, ist kein Schreibfehler. Geohashing ist wie Geocaching nur ohne Dose. Nein, nicht Munzee. Stell Dir vor, ein Computer errechnet jeden Tag zufällig eine Koordinate und publiziert die dann im Internet. Und die Spieler versuchen nun, diese Koordinate innerhalb dieses Tages zu erreichen. Sind sie vor Ort, dann machen sie ein Foto von sich und der Gegend und können das dann als Fund verbuchen.

Genau das habe ich jetzt mal ausprobiert. Klingt erstmal langweilig. Wie Tradis ohne Dose. Da die Koordinaten allerdings wirklich zufällig verteilt sind, kann man sich relativ gut vorstellen, dass es manchmal ganz schön herausfordernd sein kann, den Hashpoint auch wirklich zu erreichen. Für den Anfang habe ich mal auf einen Hashpoint gewartet, der zum einen bei mir in der Nähe war und zum anderen auch eine lösbare Aufgabe darzustellen schien. Wie läuft das jetzt genau ab?

Geohashing Algorithmus

Geohashing Algorithmus

Beim Geohashing ist die Welt aufgeteilt durch die Längen- und Breitengrade. Die Fläche, die jeweils von zwei Längen- und Breitengraden eingeschlossen wird, nennt man im Geohashing Graticule und eine solche Fläche stellt sozusagen ein 1° x 1° großes Spielfeld dar. Ein Algorithmus verwurstet nun täglich das Datum und den an diesem Tag gültigen Börsenkurs (damit das schön zufällig wird) und errechnet eine Koordinate pro Graticule. Diese Koordinate ist dann für diesen einen Tag der gültige Hashpoint der Graticule.

Also schaue ich morgens nach, wo der Hashpoint denn heute liegt. Dazu kann man die Webseite der eigenen Graticule benutzen ( bei mir ist das die Graticule mit dem klingenden Namen “Würzburg” ) oder man benutzt entsprechende Apps. Als Android-Benutzer verwende ich Geohash Droid. Gestern nun lag der Hashpoint endlich mal so, dass es aussichtsreich erschien, ihn zu besuchen. Immerhin sind die Graticulen ziemlich groß. In Nord-Süd-Richtung 111km. Die Breite hängt vom Breitengrad ab. Je weiter nördlich desto schmaler. Die App ist auch so schlau, dass sie einem Hashpoints in benachbarten Graticulen vorschlägt, sollten die näher sein.

Wie gesagt, sah das diesmal gut aus und so bin ich an dem Tag nach der Arbeit los. Das Suchen gestaltet sich im Prinzip so wie das Suchen eines Traditionals. Parkplatz in der Nähe finden, auf Wegen bis möglichst nahe hin wandern und dann muss man sich das letzte Stück durch die Pampa schlagen bis einem das GPS sagt, dass man da ist, wo man hin wollte. Statt einer Dose zu suchen macht man dann einfach Fotos.  Bei mir lag der Punkt auf einem Feld mit Kohl (oder ähnlichem Grünzeugs). Meine Schuhe sahen danach erstmal aus wie Sau. Herrlich! Macht erstaunlich viel Spaß.

Feld bei Massenbach

Hashpoint auf einem Feld nahe bei Massenbach

Das Loggen gestaltet sich dann aber deutlich anders als beim Geocaching. Das Log erstellt man dadurch, dass man einen sogenannten “Expeditionsbericht” für diesen Tag und diese Graticule in Form einer Wikiseite verfasst. Da kommen dann auch die Fotos drauf, die man so gemacht hat, und es gehört offensichtlich zum guten Ton recht ausführlich darüber zu berichten, wie die “Expedition” gelaufen ist. Hier ist mal mein Expeditionsbericht. Mir fehlt noch ein bisschen die Übungen, denn die Berichte, die ich bisher so gelesen habe, sind zum Teil sehr unterhaltsam. Die App unterstützt einen bei den Grundschritten sehr gut und taggt auch die Fotos beim Hochladen entsprechend. Sonst müsste man ein Foto seines GPS-Screens als Beweis mitliefern.

Ein zusätzliches Spielelement sind sogenannte Achievements. Das sind zumeist besondere Leistungen wie zum Beispiel das Finden eines Hashpoints im Wasser oder das Bauen eines Schneemanns am Hashpoint. Von diesen Achievements gibt es eine ganze Menge,  zum großen Teil sehr lustige, mit denen man sich dann als Geohasher schmücken kann.

Nun noch ein kurzes, sehr subjektives  Pro und Contra von Geohashing im Vergleich zu Geocaching.

Pro Geohashing:

  • Witzige Spielidee, die sicher interessante Erfahrungen in der Natur inklusive der ein oder anderen Überraschung oder Herausforderung ermöglicht.
  • Kein Cacher-Kindergarten-Theater um Besitzdenken, gute Dosen, schlechte Dosen, verbrannte Locations, nette oder nicht so nette Logs, denn der Erzeuger ist ein Computer – dem ist es wurscht, ob es Euch passt oder nicht.
  • Kein Geomüll, keine Wartung.
  • Kreative und entspannte Community.
  • Vermeidung von Brennpunkten. Da die Hashpoints jeden Tag woanders liegen kommt es – wenn überhaupt – nur zu einer sehr kurzen Beeinträchtigung der Umwelt, danach ist wieder Ruhe. Auch Muggels merken wahrscheinlich nichts davon und wenn, dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei bevor die in Aktion ausbrechen.
  • Lässt sich prima mit Geocaching verbinden.

Contra Geohashing:

  • Hashpoints können auf Privateigentum oder innerhalb von Naturschutzgebieten liegen. Es gibt dann die Möglichkeit dies zu dokumentieren und einen Ausweichpunkt zu vereinbaren. Denn eine Regel gibt es auch hier: gegen lokale Gesetze sollte nicht verstoßen werden.
  • Nix für Statistiker. Die Hashpoints liegen sehr weit auseinander. Entweder muss man warten bis ein Hashpoint in der Nähe landet oder man muss weite Wege in Kauf nehmen. Einen Hashpoint jeden Tag des Jahres machen zu wollen, kann man voll vergessen. Auch wer mehr als einen am Tag machen will muss weite Wege in Kauf nehmen.
  • Zu 90% liegen die Hashpoints einfach irgendwo in der Pampa. Ganz einfach simple Natur. Man kann oft nicht mal sagen, dass das im Sinne von Geocaching jetzt ein besonders lohnender Ort wäre. Lässt sich auch nicht immer einschätzen, ob die Gegend schön ist oder nicht. Trotzdem kommt man – wie beim Geocaching auch – in Ecken, in die man sonst nie fahren würde. Oft im positiven Sinne, aber sicher auch hin und wieder im negativen Sinne. Hier ist noch mehr als beim Geocaching der Weg das eigentliche Ziel.
  • Beim Geocaching war zumindest mal der Owner vor Ort und kann wohl den ein oder anderen Tipp geben. Ausserdem ist der Cache i.d.R. morgen auch noch da. Die Gefahr, dass man beim Geohashing nicht zu dem Ort vordringen kann oder man nicht ausreichend Ausrüstung dabei hat, ist zumindest ganz klar gegeben. Dann war der Weg umsonst. Denn morgen ist der Hashpoint ja wieder woanders.

Mein persönliches Fazit: Eine erstaunlich unterhaltsame und zugleich entspannte Art eines gps-basierten Spiels. Viel Potenzial um Natur hautnah zu erleben. Wahrscheinlich hin und wieder hautnaher als man das so möchte. Sehr entspannte und kreative Community. Bisher ohne Anzeichen irgendeiner Kommerzialisierung. Ich werde weiterhin ein Auge auf die Hashpoints haben und – wenn die Gelegenheit günstig ist – zuschlagen. Das Cachen werde ich aber vermutlich nicht deswegen aufgeben.

Links

T5-Virus

Juni 7, 2011
2011-06-04 12.33.17

Noch nie habe ich so viel für einen Punkt geackert! Am Wochenende habe ich mir meinen Traum vom T5er erfüllt und einen Geocaching-Kletterkurs in Wüstenrot absolviert. Zwei Tage lang wurde Im SEK-Style abgeseilt, wie Äffchen hochgeklettert, zentrifugengleich geworfen, geprusikt wie junge Götter und dann alles nochmal und nochmal und nochmal, um alle Varianten von Abseilgräten, Steig- und Wurftechniken auszuprobieren, die am Start waren. Am Ende stand meine passende Materialkombi fest.

Und woran merkt man jetzt, dass ich T5 infiziert bin? Als ich nach Hause kam, bat mich meine Frau, den Müll rauszubringen. Ich also gleich mal mit der Mülltüte aus dem ersten Stock abgeseilt. Unten festgestellt, dass die Straßenlaterne immer noch im A… ist. Bandschlingen raus, Lampe hoch und Birne ausgewechselt (nicht wundern, ich habe immer eine Gasdrucklampe in der Tasche). Dann noch schnell der hübschen Nachbarin mit dem Wurfsäckchen eine Rose durch das offene Schlafzimmerfenster geworfen. Und weil ich ja – wie man das beim Abseilen machen soll – mein Aufstiegszeug dabei hatte, bin ich am Seil wieder hoch in die Wohnug zurück. Schließlich am Rechner eine T5-Pocket-Query für die Homezone gebastelt. Als mein Ohr die Matratze berührte war ich bereits im Land der Träume. Dieses Land hat sich allerdings verändert: Es ist jetzt voller Seile, Karabinern, Bäume, Türme, …

Vielen Dank an kallerobs und seinen Sohn für die kompetente Betreuung. Verdammt, was habt Ihr da bloß angerichtet?

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Logtypen erklärt – Needs Archived / Should Be Archived (SBA)

Januar 24, 2011

Spielst Du gerne Blockwart? Ist “Stress” Dein zweiter Vorname? Lebst Du gern gefährlich? Denkst Du, der einzige richtige Cacher bist Du und alle anderen gehen das sowieso völlig falsch an? Dann ist das der richtige Logtyp für Dich! Setzte ihn ruhig massenhaft ein, denn Freunde hast Du nicht und brauchst Du vermutlich auch nicht.

Aber mal im Ernst: “Needs Archived” steht für “Archivierung nötig”. Auch bekannt unter “SBA” für “Should be archived”. Dies ist die ganz harte Keule gegen den Cache und damit auch gegen den Owner. Dieser Logtyp sollte unbedingt als das letzte Mittel angesehen werden und nur aus sehr gutem Grund erfolgen. Er kommt zum Einsatz, wenn grobe Regelverstöße vorliegen (Privatgrund, Naturschutzgebiet weit abseits der Wege, etc) oder der Owner nicht auf Anfragen und Wartungsaufforderungen reagiert (weil z.B. nicht mehr aktiv).  Durch dieses Log bekommen die Reviewer eine Nachricht und schauen sich den Cache in der Folge natürlich an und reagieren ggf. mit einem freundlichen Schubs  in Richtung des  Owners oder im schlimmsten Fall mit Archivierung des Caches.

Diese eingebaute Petz-Funktion ist es auch, die diesen Logtyp so heikel macht. Denn der Owner fühlt sich dabei bestimmt sehr auf den Schlips getreten – und das zu Recht! Wer hat es schon gerne, wenn er bei den Offiziellen angeschwärzt wird? Deswegen unbedingt Hirn einschalten, bevor man diesen Logtyp benutzt. Oft gibt es andere Möglichkeiten die Sache zu regeln. Z.B. direkte Kontaktaufnahme mit dem Owner oder ein “Needs Maintenance”, um ihm Gelegenheit zu geben, Änderungen vorzunehmen oder nochmal in sich zu gehen.

Erst wenn diese Mittel ausgeschöpft sind, sich der Owner nicht erklärt hat, weiterhin belehrungsresistent ist oder einfach gar nicht reagiert, dann, erst dann … sollte man nochmal drüber schlafen und das SBA-Log vielleicht am nächsten Morgen abschicken. Denn einmal abgeschickt, kann man das nicht mehr zurücknehmen. Und auch wenn die Reviewer diesen Cache persönlich gar nicht so übel finden würden, als Reviewer müssen sie reagieren und bei offensichtlichen Problemen, den Cache auch aus dem Spiel nehmen.

Wann solltest Du besser keinen SBA loggen?

  1. Wenn es einfach nur ein doofer Cache ist.
  2. Wenn zwar Wartung nötig ist, der Cache aber noch machbar ist.
  3. Wenn der blödeste aller Cacher der Owner dieses Caches ist und Dir seine Art einfach nicht passt. Auch wenn er es vielleicht verdient hätte.
  4. Wenn Du Dich gerade tierisch über was aufgeregt hast. Einen SBA sollte man nur mit kühlem Kopf loggen.
  5. Wenn Dir ein Cache gerade im Weg ist.

Auch diesen Logtyp gibt es bei Opencaching nicht. Dort gibt es die separate Funktion “Cache melden”. Die oben genannten Punkte kann man aber auch hier analog anwenden.

Wenn der Postmann meine super starken Neodymmagnete bringt…

Januar 17, 2011
tags: ,

via fun.drno.de

Logtypen erklärt – Needs Maintenance

November 15, 2010

“Needs Maintenance” bedeutet übersetzt “Benötigt Wartung”. Groundspeak schreibt mal wieder etwas wortkarg:

Blue cross = needs maintenance

Etwas gesprächiger sind unsere Drüberschauer, aber dennoch lassen sich ein paar ausführlicherere Worte finden.

Needs maintenance Dieses Log ist der dezente Hinweis an den Owner, dass er sich mal um seinen Cache kümmern soll. Wenn also irgendwas am Cache nicht in Ordnung ist – Logbuch voll oder nass, Büchse beschädigt oder weg, Stage nicht mehr lösbar, Cache auf Privatgrund ohne passenden Hinweis in der Beschreibung, mitten im Naturschutzgebiet, … – sollte man diesen Logtyp auf jeden Fall benutzen. Es ist nichts schlimmes dabei, diesen Logtyp zu benutzen und hat auch nichts mit Anschwärzen zu tun. Das setzen dieses Logtyps hat lediglich zwei positive “Folgen”:

  1. Der Owner bekommt eine separate Mail. Diese lässt sich gut von den vielen Found-Mails unterscheiden. Viele Owner lesen die Found-Mails nicht regelmäßig oder sogar generell nicht. Oft ist sogar ein Mail-Filter aktiv, der die Found-Mails z.B. in einen eigenen Ordner verschiebt oder sogar in den Papierkorb wirft. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Wartungshinweis in einem normalen Found-Log übersehen oder erst verspätet bemerkt wird ist relativ hoch. Umgekehrt ist die Wahrscheinlichkeit eine separate NM-Mail wahrzunehmen ungleich höher. Die (hoffentlich) schnellere Reaktion seitens des Owners kommt dann allen zu gute.
  2. Am Cache wird auch automatisch das Attribut “Needs Maintenance” gesetzt. Das sticht einem in der Cachebeschreibung rechts oben bei den Symbolen dann schon ins Auge (naja, ein bisschen jedenfalls) und außerdem lassen sich diese Caches in Pocket Queries anhand des Attributes herausfiltern. Somit stehen weniger nachfolgende Cacher vor dem selben Problem.

Deswegen solltet ihr, auch wenn ihr den Cache trotzdem gefunden habt, zusätzlich ein “Needs Maintenance” loggen. Das Attribute bekommt der Owner dann ganz einfach mit einem Log vom Typ “Owner Maintenance” wieder weg – oder er editiert die Attribute.

Nimm’s nicht persönlich, aber werde auch nicht persönlich!

Auch wenn bei dem Cache was im Argen liegt, lohnt es sich, dieses Log mit einer gewissen Höflichkeit zu verfassen. Schließlich will man ja was vom Owner – nämlich dass er sich kümmert. Blödes Anpöbeln im Stile von “Eh, Du Arschkrampe! Kümmere Dich mal um Deinen Cache!” ist absolut nicht angebracht. Das bewirkt eher das Gegenteil.

Hat man den richtigen Ton getroffen, gibt es leider trotzdem Owner, die sich über ein NM-Log bei ihren Caches aufregen. Die fühlen sich wohl persönlich angegriffen. Da kommen dann gerne mal Kommentare ähnlich dieser fiktiven Beispiele:

Der Cache liegt zwar im Naturschutzgebiet ist aber doch nur 30m vom Weg entfernt. Das ist doch jetzt echt Erbsenzählerei.

oder

Nach dem letzten NM-Log extra zum Cache gefahren, um nach dem Rechten zu sehen. Aber das Logbuch war noch gar nicht voll. Bei mindestens drei Seiten war auf der Rückseite noch Platz. Jetzt bin ich völlig umsonst durch die Gegend gefahren.

Ja, sagt mal geht’s noch? Da macht sich jemand die Mühe und sagt Bescheid und dann wird rumgepault, dass man drei Logeinträge zu früh gerufen worden ist! In diesem Fall gilt es, einfach mal ruhig zu bleiben und den Owner mit der zu kurzen Lunte zu ignorieren. Die schweigende Mehrheit der Cacher wird Euch für die zusätzliche Information dankbar sein und sich entsprechend drauf einstellen. Denn merke: Nicht wer am lautesten schreit hat Recht und lieber einmal zu viel “Needs Maintenance” als zu wenig!

Wird man als Owner doch mal unnötigerweise mit “Needs maintenance” angerufen, sollte man ebenfalls das Ganze locker nehmen und den Ball flach halten. Es schadet ja wohl nicht, einmal mehr nach seinem Cache zu schauen. Eine heftige Gegenreaktion bewirkt nur, dass einem nächstes Mal keiner mehr Bescheid sagt.

Bei Opencaching gibt es diesen Logtyp nicht. Man kann hier entweder eine “Bemerkung” schreiben oder den Owner direkt über Opencaching eine Nachricht schicken. Dennoch gelten hier grundsätzlich die gleichen Regeln.

Was man dann bei komplett belehrungsresistenten Ownern macht, das verrate ich Euch im nächsten Artikel.

Logtypen erklärt – Didn’t find it (DNF)

November 11, 2010

“Didn’t find it”  heisst “Nicht gefunden” oder im Cacherjargon auch kurz DNF. Unsere amerikanischen Freunde beschreiben diesen Logtyp in ihrer unvergleichlich eloquenten Art folgendermaßen:

Sad face = did not find (DNF)

Und mehr ist dazu auch nicht zu sagen – sollte man meinen. Denn eigentlich ist es ganz einfach: Wenn man nach einer halben Stunde fruchtlosen Filmdosensuchens entnervt aufgibt, dann sagt man einfach online: “Ich hab’s halt nicht gefunden.”

Tut auch gar nicht weh. Könnt Ihr alle mal ausprobieren in dem wir jetzt gemeinsam laut vor uns hinsprechen: “Ich habe nix gefunden”. Seht Ihr? Ist gaaanz einfach.

Der ungeliebte Logtyp?

Auf den ersten Blick versteht man deshalb nicht, dass manch ein, sehr viele, extrem viele Cacher diesen Logtyp meiden wie der Teufel das Weihwasser. Die Gründe sind wohl psychologischer Natur: Öffentlich mit seinem Fund zu prahlen, aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn. Wir fühlen uns gut. Dagegen aktiviert ein Nicht-Fund-Log eher unser Schamgefühl… Außerdem macht man sich nicht gerne Arbeit für nix.

Damit wird dieser Logtyp zum ungeliebten und am meisten unterschätzten Logtyp. Wie komme ich drauf? Es ist absolut scheiß egal weswegen man den Cache eigentlich nicht gefunden hat. Das kann alles sein: Zu doof, zu dunkel, zu schwierig, schlechtes Wetter, Lust verloren, weil Cache langweilig, schlechte Beschreibung, irreführender Hint, keine Zeit mehr… All das bietet eine Fülle an Informationen für den Owner und die anderen Cacher.

Eure Cacherkollegen können den Cache besser einordnen. Man merkt schon beim Lesen der letzten DNF-Logs , dass der Cache entweder nicht ganz so einfach ist oder eben gemuggelt wurde. Spätestens vor Ort lässt sich das in der Regel ganz gut einschätzen. Als Newbie lass ich eher schon mal die Finger von so einem Cache. Das schont dann wiederum die Natur- und sei es nur, weil ich doch nicht zum Cache fahre. Die ganz Harten bekommen wenigstens wichtige Hinweise wo der Cache schon mal nicht ist – wieder die Umgebung geschont.

Der Owner kann sich anhand dieses Feedbacks ebenfalls überlegen, ob er etwas am Cache ändern möchte. Mehrere DNFs hintereinander sind für ihn auch ein deutliches Zeichen, mal nach dem Cache zu sehen oder sich Gedanken über das Konzept zu machen.

Und schließlich: Meistens Oft enthalten die DNF-Logs die spannenden Geschichten. Und die wiederum sind das Salz in der Suppe des Geocachens  für den Owner und die anderen Sucher.

Also nur Mut! Springt über Euren Schatten und loggt öfter mal einen DNF.

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.